Warum nicht alles von mir Eine schöne weiße Chrysantheme Lieder Inversio Das Auditorium der Bella Molinara In dieser Stadt kenn ich mich aus Warten auf... ...weil ich hier bleiben muß

Warten auf...

T&T Wollner warten auf...
nichts konkretes. Oder vielleicht doch?

Warten kann für den einen Glück bedeuten, für den anderen Verlust.

Wie wir diese Zeit des Wartens füllen können, liegt nicht immer in unserer Hand.
Aber wenn, dann füllen wir diese Zeit mit Dingen, die uns wichtig sind.
Wir telephonieren, schreiben Notizen, reden mit anderen Wartenden, stricken, malen oder wir hören Musik.

T&T Wollner warten an diesem Abend auf etwas und bringen in dieser Zeit ihre Lieblingssongs auf die Bühne.
Den ursprünglich englischen Titeln von Künstlern wie: Sting, Billy Joel, ABBA oder Supertramp, gaben sie deutsche Texte, die sich zum Teil an das Original halten oder auch völlig neu geschrieben wurden .
Die Musik wurde á la T&T Wollner arrangiert.
Ihre Stimmen und das Klavier sind das Orchester, die Band, der Background-Chor.

Die beiden haben so viele Lieder auf ihrer Hitliste, daß sie eine Auswahl treffen mußten.
Sie werden vieles wieder erkennen, neu entdecken, Erinnerungen werden wach. Vielleicht auch an Zeiten des Wartens?


T&T Wollner

warten auf...


Musik: Billy Joel, Supertramp, Sting, ABBA u.v.a.
Gesang /Texte: Tabea Wollner
Klavier, Gesang /Arrangements : Tobias Wollner
Szenen aus: „ Warten auf Godot“, Samuel Beckett

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  Foto: V. Kühne

 

"Ich Rede mit dir und Warte auf dich" Malereien von Tabea Wollner

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...weil ich hier bleiben muß

Ein Wende-Programm

Chansons

Ein Karton als Wohnung, Spielplatz, Gefängnis, Badewanne, Vogelkäfig, Tisch, Rednerpult – ein Karton als DDR. So in etwa sieht es auf der Bühne für das neue Chanson- Programm von T&T Wollner aus. 200 Jahre nach der Französischen Revolution geht man in einem Teil Deutschlands friedlich und ohne Waffen auf die Straßen. Es gibt Gewinner und Verlierer, wie bei jeder Revolution. „ Die DDR hat sich überlebt, bevor sie gegründet wurde,“ traut man sich heute zu sagen, -in den neuen Bundesländern. 40 Jahre DDR – da wurde die Kunst, ob in der Musik, Malerei oder in Texten, lebensrettend. „ Verhüllung dient zur Enthüllung“ so Brecht . Einige Rockmusiker oder Liedermacher konnten nicht mehr so verhüllen, hatten Auftrittsverbot, landeten im Knast, wurden abgeschoben. Die DDR – Rockmusik, aber auch Schlager ,Kinderlieder oder Politsongs sind ein Spiegel jener Zeit. Lieder von Lift, Silly, Renft, City, F. Schöbel, V. Fischer und vielen anderen Künstlern bringen T&T Wollner in einen neuen Kontext auf die Bühne. Es ist kein Ostalgieabend , kein Geschichtsunterricht , viel mehr eine Annäherung an eine Musik, die in jedem etwas anderes auslösen kann, obgleich er nach oder vor der Wende geboren, im Osten oder Westen aufgewachsen ist oder aus Wien kommt. Es soll neugierig gemacht werden auf eine Kunst, die nur im Vakuum der DDR entstehen konnte und die nicht vergessen werden darf. bla[zurück]

wendebild
  Foto: V. Kühne

In dieser Stadt kenn ich mich aus
Magdeburger Komponisten
Magdeburger Komponisten – jedem, auch außerhalb dieser Stadt, fällt sofort Telemann ein.
Natürlich.
Man kennt sich ja aus!
Und Unterhaltungsmusiker war er ja auch, ganz klar.
Aber Chanson?

T&T Wollner haben sich auf die Suche Magdeburger Komponisten der Unterhaltungsbranche gemacht und sind fündig geworden.
Biographien sind zu Tage gekommen, die berühren und fast vergessen sind.
Kontakte zu heutigen Musikern dieser Stadt entstanden .
Chansons, Schlager, Rocksongs, Lieder und Balladen aus dieser Stadt, werden erstmalig in dieser Verbindung auf die Bühne gebracht .

Für T&T Wollner allemal spannend, neben Nathusius einen Deckbar zu setzen, einen Rosen –Titel mit Rühmann zu konfrontieren.
11 Komponisten vereinen dieses Chansonprogramm und Magdeburg hat sicherlich noch einige mehr.

Vielleicht ein Anreiz , auf die beiden zu zugehen. [zurück]

Foto: V. Kühne  
Brecht und die Knef
Man kennt sie beide, mit Sicherheit.
Die einen verehren Brecht, die anderen lieben die Knef, und eine Verbindung zwischen ihnen scheint zunächst nicht vorhanden. Allenfalls, daß beide Berlin Amerika vorzogen;
sie im Film "Die Dreigroschenoper" als "Spelunken-Jenny" zu sehen ist und beide nicht mehr leben.
Doch da ist noch etwas.

Wie Brecht, war auch die Knef Autorin .
Und in ihrer Arbeit waren sie sich selbst und anderen gegenüber unerbittlich. Das Resultat könnte unterschiedlicher nicht sein.
Doch gerade dieser Gegensatz ist es, der den Reiz für T&T Wollner in diesem Programm ausmacht.

Liebeslieder, Stadtgeschichten, Huren- und Matrosenlieder, Weltansichten – Brecht und die Knef treffen aufeinander
Rot und Blau
Kalt und Warm
Ein Taifun entsteht.

Ein Taifun, über den das Publikum selbst entscheidet, der sich für den einen nicht beruhigt und für den anderen erst gar nicht entsteht.

So könnte man auf die Idee kommen, die Knef hätte mit einigen Liedern eigene Erfahrungen mit Herrn Brecht beschrieben.

Doch solche Schlüsse zu ziehen, bleibt dem Zuhörer natürlich selbst überlassen.

  Foto: Elisabeth Heinemann
Warum nicht alles von mir -  Eine MARLENE D. Biographie in Liedern
Marlene Dietrichs Liebe zu Berlin, Männern und Frauen;
ihre Leidenschaft zu putzen und zu kochen;
Marlene als Mutter und Großmutter;
Soldat und Kämpferin voller Menschlichkeit;
die Dietrich als Diva und Zerbrechliche.

WARUM NICHT ALLES VON IHR - Nicht jedes Lied in diesem Programm ist durch Marlene D. bekannt geworden - beschreibt aber einen Teil ihres Lebens. Tabea und Tobias Wollner beschreiten nicht den Weg der so oft erlebten Wiederauferstehung in weißer Robe oder elegantem Frack.
In der typischen, einmaligen Handschrift von T & T Wollner wird ein authentisches Bild der Marlene D. gezeichnet: sperrig, nicht glatt oder gar nach Gefälligkeit heischend, zerrissen, bewegend, berührend und beeindruckend.

Mit diesem Programm, so die Presse, gehören T & T Wollner endgültig zur Spitzenklasse des deutschen Chansons.

Foto: Elisabeth Heinemann  
Eine schöne weiße Chrysantheme
Warum diese Herbstblüte, diese Friedhofsblume?
Der Salonlöwe T. Wollner behauptet, selbst eine schöne weiße Chrysantheme zu sein und im Herbst des Lebens zu stehen. Warum aber mußte er so früh altern? Daran können nur die Frauen Schuld sein, wie z.B.
"Klara", die er in der Sahara loswerden will
"Dolly", die lieber Chaplin heiratet, um in Hollywood Karriere zu machen oder
"Sonja", deretwegen er nach Sibirien verbannt wird.

Im 2. Teil der "Chrysantheme" beweist Tabea Wollner als Diva das Gegenteil, denn sie weiß, "man muß bei Männern und Zigaretten die Sorten kennen" um ja nicht aus Liebe weinen zu müssen.

Alles in allem ist die "Chrysantheme" ein runder musikalischer Abend mit großer Mimik und tiefer Stimme, der auch in verkürzter Fassung nicht an Stärke verliert.  [zurück]

  Foto: Elisabeth Heinemann
Lieder Inversio
Wieder stehen zwei Männer auf der Bühne, die sich verblüffend ähneln.
Beide suchen das eine: Die große Liebe.
Wo?
auf der ganzen Welt, von Amerika über London, Indien - überall, bis sie feststellen,
daß einer von beiden in einem falschen Körper steckt und in Wirklichkeit eine Frau ist.
Dieser Bruch, diese "Umkehrung" bedarf natürlich einer Pause. Nach dieser ist alles umgekehrt.
Tobias wird zu "Tabeus" und "Tabeus" wird zu Tobias, der jetzt eine Frau ist.
Eine Diva ist geboren, die sich von Frankreich nach Rußland singt. Sie wird umjubelt und gefeiert. Der Konflikt zwischen den Geschwistern bleibt nicht aus.
ER will, möchte auch eine Frau sein, doch alles spricht dagegen.
ER muß sich damit abfinden "nur" Mann zu sein.  [zurück]
Foto: Elisabeth Heinemann  
Das Auditorium der Bella Molinara
Sie glauben die "Schöne Müllerin" von Franz Schubert zu kennen?
Da irren Sie sich. In einer von Wollner's neu ins Leben gerufenen Vorlesungsreihe zeigen sie, daß Schubert's "Müllerin" bisher nur sehr einseitig betrachtet worden ist.

Es ergeben sich nicht nur aufführungspraktische Neuigkeiten, sondern auch sensationell historische.
Denn wer will ausschließen, daß es eine schöne Müllerin nicht schon im 13.Jahrhundert gab?
Oder - wie sah ihr Geliebter sie im "Moulin Rouge"?

Diese und andere Fragen werden die Wollners ausführlich und ohne Kompromisse beantworten.  [zurück]

  Foto: Elisabeth Heinemann




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